Westöstlich Feuer – West Eastern Fire

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TITEL Westöstlich FeuerTITEL West Eastern Fire

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Textzyklus „Feuer“ zeichnet den Verlauf einer Liebesgeschichte, in der über die konkrete Metapher „Feuer“ individuelle Gefühle sich objektiviert und zugleich intensiviert darstellen. Damit wird an die Traditionen des Sufismus sowohl wie an die literarische des „westöstlichen Diwan“ von Goethe und später Rückert anknüpfend ein Prozess kultureller Amalgamisierung fortgeführt. Der Text  „feuer“ wurde aus dem Deutschen ins Englische, Türkische und Arabische übersetzt . Zusätzlich fügt Michael Hess ein Vorwort und einen wissenschaftlichen Kommentar ein, so dass das Buch jetzt in verschiedenen Versionen vorliegt und veröffentlicht wurde. Für das Buch gibt es 40 Videos von Joeg Franzmann, die im nächsten jahr mit veröffntlicht werden und zunächst als Videobilder hinzugefügt werden.

1. Feuer,  ShakerMedia Verlag 2008 Printausgabe

2. Feuer,  ShakerMedia Verlag 2012, Adelheid Seltmann Text, Michael Hess Vorwort und Kommentar, Printausgabe

3. Westöstlich Feuer, Amazon/Kindl eBook 2014

4. West Eastern Fire, English Translation Gerald von Brandenstein, Amazon/Kindl eBook 2014

 

Veröffentlicht im iBook Store/Apple

West östlich Feuer 1Westöstlich Feuer 2West Eastern Fire 1West Eastern Fire 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Westöstlich Feuer 1, Adelheid Seltmann Text, Jörg Franzmann Video, Kommentar und Vorwort Michael Reinhard Hess, crossmedia eBook mit 15 Videos

7. Westöstlich Feuer 2, Adelheid Seltmann Text, Jörg Franzmann Video,Kommentar und Vorwort Michael Reinhard Hess,  crossmedia eBook mit 14 Videos

8. West Eastern Fire 1, Adelheid Seltmann Text, Joerg Franzmann Video, Translated by Gerald von Brandenstein, Commentary Michael Reinhard Hess, crossmedia eBook, 15 Videos

9. West Eastern Fire 2, Adelheid Seltmann Text, Joerg Franzmann Video, Translated by Gerald von Brandenstein, Commentary Michael Reinhard Hess, crossmedia eBook, 14 Videos

Das Thema „Feuer“ erscheint in diesem Text in seiner Doppelbedeutung als real brennendes, gefährliches Feuer, aber auch als Metapher für die energetische Kraft der Liebe.

Dabei wird die Struktur einer Liebesgeschichte, in der die Liebenden sich begegnen, sich annähern, sich auseinandersetzen und wieder entfernen zwar verifiziert, aber diese Geschichte wird nach innen verlegt.

Sie vollzieht sich zwischen dem Ich und dem Du als eine Art Selbstgespräch, in das das Außen ebenso mit hineingenommen wird, wie es dennoch außen vor bleibt.

Es ist das Besondere dieser Texte, die sich als „digital art poetry“ verstehen und nicht einfach als moderne Lyrik eingeordnet werden können, dass in ihnen eine Amalgamierung westlicher und orientalischer Motivik stattfindet, die auf einer ganz anderen Ebene ansetzt als etwa die deutsche Orientbegeisterung des  Sturm und Drang und der Romantik,

Der Text „Feuer“ knüpft dabei an arabische und sufische Traditionen ebenso  sowie an die der deutschen Literatur, unter anderem von Goethe und Rückert, an und verarbeitet sie innerhalb einer persönlich erfahrenen Problematik. Damit stellt er sich poetisch einem „clash of cultures“ entgegen, was heisst, dass die östlichen Kulturtraditionen nicht den deutschen integriert werden, sondern dass zwischen diesen und der deutschen Literatur ein aufmerksamer Austausch stattfindet.

 „Vor dem Hintergrund einer sich andeutenden, zwar nicht als Realität anzusprechenden, aber immerhin möglichen Tendenz zur kulturellen Annäherung zwischen Orient und Okzident (die genau verstanden die Demonstration der Leerheit dieser Bipolarität wäre) erschien es Michael Hess als ein sinnvoller Beitrag zu dieser Literatur-Globalisierung, den Text „FEUER“ mit dem Instrumentarium der Motive, der Formen und Floskeln der traditionellen osmanischen und türkischen Dichtung, vor allem der „Diwanliteratur“ genannten höfischen Kunstpoesie zu lesen. 

 Es ist deshalb eine großartige Bereicherung für diesen Text, dass die erste Auflage von „Feuer“ nun in einer zweiten erscheinen kann – mit einem Vorwort und einem wissenschaftlichen Kommentar, der dem Leser des deutschen Kulturkreises diesen Prozess der Annäherung erklären und nahe bringen kann.

 Die Anklänge und Übereinstimmungen sind frappierend – etwa von der sich „orient-perlenartig“ von einem poetischen Bild zum nächsten vorarbeitenden Gesamtstruktur, der Dialoghaftigkeit bis hin zu wortwörtlichen Anklängen an Jahrhunderte alte Klassiker der orientalischen Dichtkunst. 

 Als ,Westler‘ und ,Ungläubiger‘ das angelesene Wissen über den Orient als Spiegel für eine westliche Dichtung zu benutzen, die wiederum selbst eine – teils bewusste, teils eher empathische – Reflexion orientalischer Elemente darstellt, erscheint dieser als eine Art praktischer Interkulturalismus, dessen Ergebnis eine Mini-Bilanz der Gemeinsamkeiten und Unterschiede, der Verbindungs- und Anknüpfungspunkte, aber auch der Diskontinuitäten sein könnte, von denen unser Zeitalter geprägt ist.

 Die dem deutschen Leser von „FEUER“ beigegebenen Anmerkungen dienen somit nicht dazu, die dem orientalistisch nicht Vorgebildeten vielleicht verborgenen Bezüge dieser Texte zu „offenbaren“ oder gar ihre Sinn zu „erklären“, was mit ziemlicher Sicherheit auf die Dekonstruktion dieser Texte hinausliefe. An keiner Stelle will Michael Hess „interpretieren“ oder den Text als solchen beurteilen oder erläutern.“

Vielmehr geht es ihm darum, zu einer neuen Art der Lektüre orientalisch-okzidentalischer Übergangsphänomene anzuleiten, die auf den marktwirksamen Zauber des Exotischen ebenso verzichtet wie auf den panischen Duktus der politischen und militärischen Bedrohungsszenarien, und die dort ansetzt, wo Goethe vor fast zwei Jahrhunderten aufhörte.“

Michael Hess, Vorwort zu „Feuer“

(ShakerMedia Verlag, Berlin 2012)