Schwarzweiss

 

Titelbild SW
Der Text Schwarzweiss von Adelheid Seltmann ist eine Hommage auf New Zealand.

Farbig, differenziert und eindrucksvoll wird das Leben der Siedler dargestellt, die damals Europa verlassen hatten, um auf der antipodischen Insel in Kooperation mit den Ureinwohnern, den Maori, ein neues Leben zu beginnen.

Die Antagonistin, als Reisende vorgestellt, ist dabei nicht unkritisch, dennoch beeindruckt von dem Leben der Siedler und der überwältigenden Natur dieses Landes.

Wie die Siedler vorher auch, hat sie ihre Träume und Erinnerungen aus Europa mitgebracht und setzt sich in der Einsamkeit des „backcountry“ von Nelson mit Moron, dem Geiger (Motiv des Todesgeigers), auseinander und damit mit der Kunst und Kulturszene in Deutschland. Auch wenn sie dabei sehr scharfe kritische Konturen zeichnet, vermeidet  sie die Satire und bleibt bei aller klaren Sicht auf die Widersprüchlichkeit des Selbstverständnisses von Moron differenziert. Keineswegs leugnet sie das Anziehende, Berührende seiner problematischen Existenz.In das  Zentrum der Auseinandersetzung zwischen den Polen des Dunkeln, Schwarzen einer alternden Kultur und des Hellen, Weißen, des Neuanfangs wird Hoa, eine mythischer Vogel, gestellt. In seiner Fiktion polarisieren sich die Gegensätze.

 

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